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In dieser Episode ist Lindsay De Donder unser Gast. Lindsay ist Co-Creator bei Happy Humans und hat 10 Jahre Erfahrung im HR-Bereich, immer mit Fokus auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden. Eine logische Weiterführung dessen, was sie bei Happy Humans macht: Arbeitsglück in Flandern stärken.
Was bedeutet Arbeitsglück?
"Arbeitsglück unterscheidet sich nicht so stark von dem, was Glück im Allgemeinen bedeutet. Es ist ein persönliches Gefühl von Energie und Freude, das du als Individuum bei der Arbeit erlebst. Es ist also etwas, das von Person zu Person unterschiedlich ist. Menschen, die glücklich sind bei der Arbeit, sind meist viel produktiver, seltener abwesend und haben einfach einen positiven Einfluss auf die Organisation."
So stärken wir Arbeitsglück
"Die Mission von Happy Humans ist es, das Arbeitsglück zu stärken und dafür zu sorgen, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sich bei der Arbeit glücklich fühlen. Die Erfahrung zeigt, dass beide oft eine unterschiedliche Sichtweise darauf haben, jeder aus seinem eigenen Blickwinkel. Das ist spannend, sagt Lindsay.
Um das gemeinsame Arbeitsglück zu stärken, führt Happy Humans Gespräche mit sowohl dem Arbeitgeber als auch den Mitarbeitenden. Daraus entstehen spannende Gespräche, die blinde Flecken aufdecken, die in vielen Fällen schnell behoben werden können.
Das Ergebnis all dieser Gespräche fassen wir in einem Aktionsplan zusammen, der zur Strategie des Unternehmens passt.
6,6 von 10... wenn es um Zufriedenheit bei der Arbeit geht
Es ist klar, dass die Arbeit einen wichtigen Anteil an unserer allgemeinen Lebenszufriedenheit hat. Aus der nationalen Glücksstudie – durchgeführt von Professor Lieven Annemans (UGent), unterstützt von NN – geht hervor, dass Arbeitnehmer in Belgien der Zufriedenheit bei der Arbeit nur eine 6,6 von 10 geben.
"Eine zu niedrige Zahl, wenn du uns fragst, deren Folgen oft unterschätzt werden; eine niedrige Mitarbeiterzufriedenheit führt zu mehr Krankheitsausfällen, weniger Produktivität und hat einfach einen extrem negativen Einfluss auf die Organisation", sagt Lindsay.
"An der Basis liegt das Arbeitsglück des Arbeitgebers, worauf wir ebenfalls stark setzen. Wenn du als Arbeitgeber glücklich und stark im Leben stehst, strahlt das auch auf positive Weise auf die Mitarbeitenden aus."
Corona und Tipps für den physischen Neustart
Wir müssen niemandem erzählen, dass die Corona-Zeit nicht einfach war. Wir haben es am eigenen Leib erfahren und haben Lindsay gefragt, wie sie diese Zeit bei Happy Humans erlebt hat.
"Es ist für sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer besonders schwierig. Die Arbeitgeber stehen vor der Herausforderung, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten, geschweige denn daran zu arbeiten. Und bei den Mitarbeitenden herrscht eine besonders große Unsicherheit."
Lindsay rät, offen darüber zu kommunizieren, in Einzelgesprächen – ob nun digital oder nicht – und das regelmäßig. Sie rät Arbeitgebern, die Mitarbeitenden proaktiv zu befragen (wie hast du die letzte Zeit erlebt, was beschäftigt dich, welche Fragen hast du, ...), um so die Unsicherheit zu verringern.
Wellbeing & Gesundheit am Arbeitsplatz
Jede Krise bietet auch Chancen! Wir haben in der letzten Zeit massiv mehr Sport getrieben und noch mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung bewusster Ernährung entwickelt. Ein Phänomen, das sich immer weiter auf den Arbeitsplatz ausdehnt, merkt man bei Happy Humans.
"Während es vorher nicht immer als wichtig angesehen wurde, merken wir jetzt, dass Unternehmen noch mehr auf bewusste Pausen setzen, auf ein bewussteres Leben ... als zusätzliche Unterstützung für die Mitarbeitenden."
Pausen fördern
Bewusstes Pausieren findet langsam aber sicher immer mehr Einzug am Arbeitsplatz. Es sorgt für mehr Produktivität, für Verbundenheit zwischen Mitarbeitenden ... obwohl wir merken, dass manche Unternehmen dem noch kritisch gegenüberstehen und es eher als Zeitvertreib sehen, bei dem nicht gearbeitet wird.
Das merkt man auch bei Happy Humans. "Meistens sind wir die x-ten, die verkünden, dass bewusstes Pausieren wichtig ist, aber nach dem Begleitungsprozess bekommen wir oft sehr positives Feedback. Genau weil diese Pausenmomente wirklich den Unterschied machen."
Ein letzter Tipp!
Lindsay: "Nimm als Arbeitgeber einen Schritt zurück, denke darüber nach, was dich selbst glücklich macht, und was du tun kannst, um dieses Arbeitsglück weiter zu stärken!"
Wir wünschen allen Unternehmern und Managern viel Erfolg mit dem (physischen) Neustart ihres Unternehmens!
