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Hier findest du die kompakte Zusammenfassung unseres Gesprächs mit Veerle Dobbelaere. Die vollständige Episode kannst du dir anhören auf Spotify, SoundCloud & Apple Podcasts.
Über Veerle Dobbelaere
Wir müssen dir Veerle Dobbelaere wahrscheinlich nicht mehr vorstellen. Die meisten kennen sie als Schauspielerin aus zahlreichen Filmen, Serien und Theaterstücken.
Doch neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Veerle auch als zertifizierter Mental Coach aktiv, weil sie fasziniert davon ist, wie Menschen ticken. Sie möchte Menschen berühren und bewegen – sowohl als Schauspielerin als auch als Mental Coach.
Mit ihrer Ademruimte Academie und dem dazugehörigen Buch „Ademruimte, hoe anders ademen je leven kan verbeteren“ möchte sie Menschen unter anderem die Kraft der Atmung näherbringen.
Warum Mental Coaching?
Menschliches Verhalten ist nur die Spitze des Eisbergs. Unter der Oberfläche liegen unsere Beweggründe, Überzeugungen, Werte … die durch unsere Kultur, Erziehung, Gesellschaft und die Menschen geformt werden, mit denen wir im Leben in Kontakt kommen.
Die meisten Menschen wollen ein Glücksgefühl erreichen und zeigen dafür ein bestimmtes Verhalten.
Doch leider ist das Ergebnis für viele nicht das gewünschte, und sie fühlen sich alles andere als gut. Ihr Verhalten bringt ihnen nicht das Gefühl, das sie suchen – und dann kann es sinnvoll sein, sich einen Mental Coach an die Seite zu holen. Ein Mental Coach hilft dabei, unter die Oberfläche zu blicken, zu entschleunigen und bei Gedanken und Verhaltensweisen bewusst stillzustehen. Mental Coaching kann helfen, einschränkende Überzeugungen zu erkennen und mit Einsicht und Entschleunigung anzugehen.
Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz
Auch am Arbeitsplatz kann Mental Coaching sehr hilfreich sein. Viele Führungskräfte tun sich schwer mit Konflikten, mit Grenzen und dem Setzen von Grenzen … Doch oft stellen sie sich auch die Frage, was Führung für sie eigentlich bedeutet.
Auch in Teams am Arbeitsplatz gibt es Dinge über und unter der Oberfläche, die manchmal reibungsloses Teamwork verhindern können.
Ein Mental Coach kann ein Team dabei begleiten, offen anzusprechen, was schwierig läuft, und zu lernen, Feedback zu geben und anzunehmen.
Denn Feedback ist ein starkes Werkzeug, das wir leider noch zu oft als Kritik empfinden. Gut vermitteltes Feedback braucht man, um zu wachsen – aber das funktioniert nicht, wenn man Feedback als Angriff sieht.
Deshalb kann Coaching Teams helfen, miteinander zu kommunizieren, auch über schwierige Themen, um die Verbindung noch stärker zu machen.
Verbindung to the next level
Wie können Menschen in diesen herausfordernden Zeiten trotzdem Verbindung finden? Wie schaffen wir es, trotz der Distanz Kontakt zu Kolleg:innen, Teammitgliedern … herzustellen? Indem wir inmitten allem, was nicht geht, weiter danach suchen, was doch geht.
Nutze dafür das fantastische Werkzeug, das uns Menschen von anderen Tierarten unterscheidet: unsere Vorstellungskraft!
Wenn sich unser Gehirn etwas vorstellt – zum Beispiel wenn du die Augen schließt und denkst, du läufst über einen sonnigen Strand – fühlt sich das genauso echt an, als wärst du tatsächlich dort. Unser Gehirn unterscheidet nämlich nicht zwischen unseren Vorstellungen und der Realität. Wenn du dir dessen bewusst bist, kannst du das nutzen, um eine Realität zu erschaffen, auf die du gerade Lust hast – nicht um vor der Realität zu fliehen. Das kann dir wirklich einen mentalen Boost geben, wenn es sich mal schwer anfühlt oder du genug von all den Online-Meetings hast.
Leben im Hier und Jetzt
Unsere Gedanken steuern unser Verhalten, und du kannst lernen, dein Gehirn zu steuern. Dein eigenes Glück zu erschaffen, ist etwas, das du lernen kannst!
Im Jetzt zu leben spielt dabei eine wichtige Rolle. Ständig darüber nachzudenken, was gestern oder vor zehn Jahren passiert ist oder was morgen vielleicht passieren wird, ist reine Energieverschwendung.
Im Jetzt zu leben bedeutet nicht, schlechte Dinge zu verleugnen, sondern einfach realistisch im Jetzt zu leben.
Mindfulness oder Meditation ist ein erster Schritt im Bewusstwerdungsprozess, denn man kann sich nicht bewusst werden, ohne zuerst zu entschleunigen und stillzustehen. Es ist also kein Ziel, sondern ein gutes Werkzeug für Bewusstwerdung.
Auch JustBite möchte Bewusstsein schaffen, rund um bewusstere Ernährung und bewusstere Pausen. Indem wir nährstoffreichere Snacks anbieten und Menschen bewusstere Ernährung erleben lassen. Wenn du das Beste aus einem Snack herausholen und achtsam snacken willst, iss ganz bewusst und verbinde all deine Sinne.
Nimm dir einen Moment, um bewusst zu erleben, was du isst, was du schmeckst, was du riechst. Beanspruche so deinen Pausenmoment, um kurz abzuschalten und wieder mit dir selbst in Verbindung zu treten.
Breathe in, breathe out
Momentan stehen wir alle unter viel Stress, und der wird durch unsere Gedanken verursacht. Unser autonomes Nervensystem versetzt uns durch unsere Gedanken in den Fight-, Flight- or Freeze-Modus. Doch das wird erst zum Problem, wenn es ständig passiert, denn dann spricht man von chronischem Stress, mit der Folge, dass unser Körper komplett aus dem Gleichgewicht gerät.
Deine Gedanken umzuprogrammieren, ist ein langer Prozess und braucht viel Übung, aber es gibt einen Instant Hack, wenn du unter Stress stehst: unsere Atmung. Auch wenn du deine Gedanken nicht unter Kontrolle bekommst, kannst du dein System sofort beruhigen, indem du anders anfängst zu atmen. Körper und Geist sind nämlich untrennbar miteinander verbunden. Wenn unser Geist gestresst ist, reagiert unser Körper darauf – aber auch umgekehrt. Wenn wir ruhiger atmen und länger ausatmen, wird unser Geist automatisch auch wieder ruhiger.
Atmung ist wirklich eine Superkraft, mit der du sofort Ruhe in dein System bringen kannst.
Wie kannst du Atemübungen durchhalten, und wie sorgst du dafür, dass deine Gedanken nicht ständig abschweifen?
Zunächst einmal ist es ein Irrglaube zu denken, dass Meditieren bedeutet, keine Gedanken zu haben. Unser Gehirn produziert einfach Gedanken – das ist ja auch die Aufgabe unseres Geistes!
Was Mindfulness uns lehrt, ist, etwas Raum zwischen deinen Gedanken und dir selbst zu schaffen, um zu erkennen, dass Gedanken einfach ein Produkt unseres Gehirns sind.
Wichtig zu erkennen ist:
- du bist nicht deine Gedanken
- du produzierst deine Gedanken, und du kannst der Chef über deine Gedanken sein
Fazit
Nicht der Moment, in dem du entschleunigst und stillsitzt, ist wichtig, sondern der gesamte Bewusstwerdungsprozess.
Sieh es als eine Art mentale Hygiene: jeden Tag einen kurzen Moment nehmen, um dir bewusst zu werden. Es geht nicht darum, Gedanken auszuschalten, sondern genug Raum zwischen deinen Gedanken und dir selbst zu schaffen. Du kannst wählen, ob du etwas mit einem Gedanken machst oder nicht – und das ist eine Frage der Übung. Selbst wenn du nur mit 1 Minute am Tag beginnst, ist das besser, als gar nicht anzufangen. So kannst du nach und nach aufbauen.
Entdecke Veerles Ademruimte Academie
